Marc Marquez – der Rekordjäger, 2. Teil

Im ersten Teil haben wir über seine Anfänge im Motosport geschrieben. Weiters machen wir mit dem Jahr 2012, als bekannt wurde, dass Marquez ab 2013 für Honda Rennen fahren wird und somit den Platz vom Australier Casey Stoner einnimmt. Die Fähigkeit sich ausgezeichnet anzupassen, ermöglichte Marquez schon während der ersten Saison in der MotoGP Klasse einen soliden Anfang.

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Marquez bei den Tests der Honda RC213V, im November 2012. (Quelle: www.motorsport.com)

Nach seinem ersten Rennen in der höchsten Klasse stand er bereits auf dem Podest. Auf das Siegertreppchen stellte er sich nach seinem zweiten Rennen. Somit schrieb er erneut Geschichte, da er mit einem Alter von 20 Jahren und 63 Tagen, zum jüngsten Sieger in der MotoGP Klasse wurde. Die restliche Saison wurde vom Dreikampf zwischen Marquez, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa bestimmt, während es Valentino Rossi, dem Teamkollegen von Pedrosa meistens nicht gelang, sich in den Siegeskampf einzumischen.

01 GP Qatar 4, 5, 6 y 7 de abril de 2013

Beim ersten Rennen in der MotoGP Klasse erreichte Marquez den 3. Platz. (Quelle: www.motorsport.com)

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Es dauerte nicht lange: Marc gewann seinen ersten Sieg in der MotoGP Klasse bereits beim zweiten Rennen in Austin (im Jahr 2013). (Quelle: www.motorsport.com)

Der Dreikampf um den Sieg wurde durch Verletzungen geprägt. Lorenzo brach sich das Schlüsselbein in Assen und musste beim Rennen in Deutschland aussetzen, an welchem auch Pedrosa nicht teilnahm. In Assen verletzte sich auch Marquez. Er brach sich den kleinen Finger an der rechten Hand und den großen Zeh am linken Bein. Die Saison war wirklich spannend. Nach der Disqualifikation in Australien, wo Marquez zu spät zum vorgeschriebenen Motorradwechsel an die Box abgebogen war, hatte sich sein Vorsprung ziemlich verringert. Lorenzo gewann die letzten drei Rennen, doch schaffte es Marquez mit der Besetzung des zweiten und dritten Platzes doch noch die Meisterschaft, mit 4 Punkten Vorsprung, für sich zu entscheiden. Wieder schrieb er Geschichte, denn er wurde zum jüngsten Meister der höchsten Klasse und schlug damit den Erfolg von Freddie Spencer im Jahr 1983. Außerdem war er, nach Kenny Roberts in der Saison 1978, der erste Neuling, der den Titel in der Königsklasse gewann.

18 GP Valencia 7, 8, 9 y 10 de noviembre de 2013

Der jüngste Meister aller Zeiten, der höchsten Klasse: Marc Marquez (Saison 2013). (Quelle: www.motorsport.com)

Bereits bei den ersten Tests im Winter der Saison 2014 in Malaysia wurde Marquez die Führung vorausgesagt, der mit Leichtigkeit eine schnellste Zeit nach der anderen einfuhr. Doch die Titelverteidigung musste einen Tiefschlag einstecken, als sich der Spanier das rechte Bein brach. Er musste zwei Testfahrten ausfallen lassen, in welchen die Rennfahrer auch neue Reifen testierten. Doch Marquez stellte sich bereits in den ersten Trainings wieder auf die Beine und passte sich den Umständen an. Es folgte eine ununterbrochene Reihe an Siegen, 10 an der Zahl, bei denen der Spanier erneut Rekorde brach. Nach dem Sieg in Deutschland, dem neunten Rennen in dieser Saison, wurde er zum jüngsten Rennfahrer mit 9 aufeinanderfolgenden Siegen in der MotoGP Klasse. Nach dem 10. Sieg in Indianapolis war er der dritte Rennfahrer in der Geschichte, dem es gelang zehnmal hintereinander zu gewinnen. Vor ihm schafften das nur Mick Doohan und Giacomo Agostini.

In dieser Saison erlebte er seine erste Niederlage erst in Brno, wo er den vierten Platz einfuhr. Doch bereits in Silverstone, dem nächsten Rennen, holte er sich den 11. Sieg. Es folgten noch zwei Siege, womit er sich den Rekord holte, 13 Siege in einer Saison zu erreichen und zum zweiten Mal den Weltmeistertitel in der MotoGP Klasse gewann.

Im 1. Teil: Marc Marquez und seine Anfänge